Unterwegs mit Respekt – DB Regio Nordost

Willkommen bei DB Regio Nordost. 

Schön, dass du an Bord bist. Wir sind für dich im Schienennahverkehr in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. Teilweise fahren wir auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Hamburg und Polen. 

Insgesamt bedienen wir 42 Linien mit rund 1.750 täglichen Zugfahrten. Viel wichtiger als Zahlen sind uns jedoch die Menschen, die mit uns reisen. Jeder ist willkommen und soll sich bei uns an Bord wohlfühlen. 

„Respekt füreinander bringt uns alle weiter. Indem wir Menschen verbinden, möchten wir zu einem positiven Gemeinschaftsgefühl und gegenseitiger Toleranz in unserer Gesellschaft beitragen.“

Carsten Moll, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Nordost

Unterwegs mit Respekt.

So vielseitig wie die Bundesländer, durch die wir fahren, so unterschiedlich sind auch die Menschen, die mit uns reisen. Ob jung oder alt, Dorf oder Großstadt, Berufspendler:in oder Freizeitreisende:r - jede Person hat ihren eigenen Stil, ihre persönlichen Ziele und Bedürfnisse. Gleichzeitig möchten wir alle vorankommen und dabei gut und respektvoll miteinander auskommen.

Deshalb setzen wir uns für ein faires Miteinander ein, während der Fahrt und darüber hinaus. Auch du kannst etwas dazu beitragen: Sei einfach „Unterwegs mit Respekt“.

Hör auf die Stimme der Vernunft.

Respekt – was genau ist eigentlich damit gemeint? Ganz einfach: Behandle deine Mitmenschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest. Wie das geht, sagt dir meistens schon deine innere Stimme:

„Respekt ist...“

Du checkst unterwegs deine Social Feeds? Die Stimme der Vernunft hat einen Lifehack für dich.

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„Rücksicht ist...“

Braucht dein Gepäck einen Sitzplatz? Mal sehen, was die Stimme der Vernunft dazu sagt.

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„Anstand ist...“

Wohin mit Bananenschalen, Sandwichpapier & Co? Die Stimme der Vernunft weiß Bescheid.

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Unsere Top-Tipps für ein respektvolles Miteinander.

Steig ein und geh den Extra-Meter.

So haben alle Platz zum Ein- und Aussteigen.

Schnapp dir einen Sitzplatz.

Und biete ihn an, wenn ihn jemand dringender braucht – zum Beispiel Schwangere, Personen mit Einschränkung oder ältere Menschen.

Hab dein Ticket zur Hand.

Natürlich hast du es dir schon vor Fahrtantritt gekauft und zeigst es gerne vor, wenn dich das Zugpersonal darum bittet.

Feier deine Sneaker.

Aber sorge dafür, dass sie auf dem Boden bleiben.

Umarme deinen Rucksack.

Erkläre ihm, dass er keinen eigenen Sitzplatz braucht. In den Gepäckfächern oder unterm Sitz fühlt sich dein Gepäck auch wohl.

Showtime für dein Smartphone.

Aber benutze Kopfhörer, wenn du TikTok schaust, deine Playlists hörst oder telefonierst.

Gönn dir den leckersten Döner.

Draußen, wo du ihn entspannt genießen kannst. Drinnen bitte nur essen, was nicht so stark riecht: z.B. Obst, Sandwiches oder Riegel.

Wenn du mal musst:

Toilettenpapier darf in die Toilette, alles andere (Papierhandtücher, Hygieneartikel, Verpackungen etc.) gehört in den Mülleimer.

Hinterlasse nur gute Vibes.

Sonst nichts. Entsorge Abfälle in den Mülleimern im Zug oder an den Bahnhöfen.

Entfalte dein künstlerisches Talent.

Auf Papier oder Leinwand statt an Zügen oder Bahnhofsfassaden.

Portrait von Kundenbetreuerin Silke Schulz vor einem roten Regionalzug.

„Mein Job ist jeden Tag ein anderer“

Vom Alltag als Kundenbetreuerin im Nahverkehr (KiN)

Nach ihrer Lehre als Gleisbauerin wollte Silke Schulz Eisenbahntechnologie studieren. Doch die Wende durchkreuzte diesen Plan. Heute ist die 54-jährige froh darüber. Sie arbeitet nun schon seit 23 Jahren als Kundenbetreuerin und liebt ihren Beruf, trotz vieler Widrigkeiten.

„Wenn Leute sagen: Mensch, das hast du gut gemacht oder jemand sich freut, weil ich ihm geholfen habe – das sind die Momente, von denen ich zehre.“ 

Der Arbeitsplatz von Silke Schulz sind die Züge der Linien RE4, RE5 und RE51. Nicht nur die Strecken wechseln, auch die Menschen. Obwohl es feste Strukturen gibt, ist jeder Tag unvorhersehbar. Meist beginnt er nach einem Prüfgang durch den Zug mit der Kontrolle der Fahrscheine:

„Ich begegne unseren Fahrgästen immer höflich – mit Respekt und ohne Vorurteile. Das gebe ich auch den neuen Kollegen mit auf den Weg. Das erwarte ich dann aber auch von unseren Kunden.“

sagt Silke Schulz, die auch Ausbilderin ist. Doch wenn sich die Bahn verspätet oder Anschlüsse nicht erreicht werden können, ergießen sich Frust und Wut oft über das Zugpersonal. Silke Schulz kann das zum Teil verstehen, wirbt aber auch um Verständnis für sich und die Kollegen an Bord.

„Vieles liegt gar nicht in unserer Hand. Wir geben hier im Zug unser Bestes. So versuche ich immer, die Kunden mit in unser Boot zu holen.“

Dann wird die Kundenbetreuerin zur Vermittlerin. Darüber hinaus steht sie Rede und Antwort bei Fragen zu Anschlüssen, Tickets und Tarifen. Sie hilft Fahrgästen mit Handicap beim Ein- und Ausstieg.

„Manchmal bin ich Mädchen für alles, mitunter sogar Seelsorgerin oder Psychologin.— Es kann ein toller oder ein schlechter Tag werden. Ich kann nette Fahrgäste haben oder weniger nette. Es kann technische Probleme geben. Mein Job ist jeden Tag ein anderer.“

Auch, wenn Fahrgäste Müll hinterlassen, muss Silke Schulz ran. Sie behebt kleinere Defekte in der Toilette und unterstützt den Triebfahrzeugführer bei Türstörungen.

Silke Schulz hat auch schon mal deeskaliert, als es mal nicht so freundlich zuging. Schlimme Situationen hat sie zum Glück noch nicht erlebt.

Doch Übergriffe nehmen an Zahl und Schwere leider zu, auch auf Bahnmitarbeitende. Die Bahn hat bereits reagiert. Mehr Sicherheitspersonal an Bahnhöfen, freiwillige Bodycams für Mitarbeitende, ausgeweitete Deeskalationstrainings und Notrufsysteme sollen dafür sorgen, dass Hilfe schneller kommt und Konfliktsituationen nicht eskalieren.

 

Mehrere Kameras an der Decke eines Talent-2-Fahrzeugs

Videokameras sorgen für mehr Sicherheit Zum Schutz der Fahrgäste und zur Verhinderung sowie Aufklärung von Straftaten sind in unseren Zügen Videokameras installiert. Das aufgezeichnete Videomaterial wird aus Datenschutzgründen für 72 Stunden gespeichert und nur von der Polizei gesichtet. 

#mehrAchtung im ÖPNV

Für Respekt wirbt darum die Kampagne #mehrAchtung des Bundesverkehrsministeriums, der Deutschen Bahn und des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Auf ihrer Webseite rufen die Initiator:innen zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf und setzen auf Plakaten ein Zeichen gegen Gewalt gegenüber Bus- und Bahnbediensteten: „Die Würde des Menschen ist unantastbar – das gilt auch im öffentlichen Nahverkehr.“

Du hast Fragen oder benötigst Hilfe?

Unsere Kundenbetreuer:innen sind für dich da und kümmern sich um dein Anliegen. Damit die Fahrt möglichst angenehm für alle verläuft, ist das Zugpersonal übrigens „weisungsbefugt“. Das heißt, ihre Anweisungen müssen befolgt werden – und das aus gutem Grund: Wenn zum Beispiel darum gebeten wird, die Fluchtwege freizuhalten, dann geht es um die Sicherheit aller Fahrgäste; also auch um deine. Mach einfach mit! Gut zu wissen: Im Rahmen eines Pilotprojekts sind unsere Kundenbetreuer:innen auf ausgewählten Strecken und Abschnitten zeitweise auch in Doppelbesetzung unterwegs – um für noch mehr Präsenz und Service vor Ort zu sorgen.

Deine Sicherheit steht an erster Stelle

Es ist uns wichtig, dass du dich zu jedem Zeitpunkt deiner Reise sicher und gut begleitet fühlst. Unser umfassendes Sicherheitskonzept funktioniert am besten, wenn wir alle gemeinsam hinsehen und handeln – ohne uns selbst in Gefahr zu bringen.

Zivilcourage – ja, aber Eigenschutz geht vor

Wenn es im Zug zu einer akuten Bedrohung oder einem Übergriff kommt, beachte bitte diese Grundlagen:

  • In Sicherheit bringen: Verlasse bei einem direkten Angriff sofort die Situation und wechsle den Wagen.
  • Direkt Verbündete suchen: Wenn du Zeuge wirst und nicht sofort Personal erreichst, sprich andere Fahrgäste gezielt an, um gemeinsam lautstark für das Opfer einzutreten.
  • Wagennummer merken: Notiere dir die Wagennummer (innen über der Tür oder außen am Fahrzeug unten) sowie Linie und Uhrzeit für die spätere Meldung.

 

Um gezielt Hilfe zu holen, nutze diese Schritte:

1. Konflikt oder Notfall im Zug: Zugpersonal informieren

Versuche zuerst, das Zugpersonal zu informieren. Es ist speziell für die Deeskalation und den Umgang mit brisanten Situationen ausgebildet. Bei Gefahr nehmen unsere Mitarbeitenden umgehend Kontakt mit der Leitstelle auf und veranlassen, dass Polizei oder Feuerwehr informiert werden. Im medizinischen Notfall leisten sie Erste Hilfe. Bitte befolge immer ihre Anweisungen.

Ende des Expander-Inhaltes
2. Kein Personal in der Nähe: Fahrgasthilferuf betätigen

Falls kein Zugpersonal in der Nähe ist, betätige den „Fahrgasthilferuf“. Ein so gekennzeichneter Rufknopf befindet sich in jedem Türbereich unserer Züge. Er verbindet dich mit dem/der Lokführer:in, die oder der dann sofort alle weiteren Maßnahmen einleitet.

Ende des Expander-Inhaltes
3. Akute Gewalt oder Bedrohung: Polizei-Notruf 110 wählen oder nora-App nutzen

Falls du Opfer oder Zeuge eines Gewaltverbrechens wirst und dich der Versuch einer Kontaktaufnahme zusätzlich in Gefahr bringt: Wähle möglichst unauffällig den Polizei-Notruf 110.

Nutze alternativ die nora-App für einen Notruf per Smartphone oder Tablet an Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst – ideal für eine stille Alarmierung sowie als barrierefreie Hilfe für Menschen mit eingeschränkten Sprach- und Hörfähigkeiten. Infos unter www.nora-notruf.de

Ende des Expander-Inhaltes
4. Vandalismus und andere Straftaten: Vorfälle melden

Wenn du Zeuge einer Straftat wirst, Vandalismus entdeckst oder Hilfe benötigst, wende dich zum Beispiel auch an:

  • Personen am Bahnhof vor Ort: Aufsichtspersonal, Sicherheitskräfte, Mitarbeiter der DB Service Stores, Mitarbeiter der Fahrkartenausgaben
  • oder an die Hotline der Bundespolizei: 0800 6 888 000
Ende des Expander-Inhaltes

Du möchtest dein Fahrrad mitnehmen?

Grundsätzlich gerne, denn Fahrrad und Bahn passen bestens zusammen. Allerdings können wir dir die Mitnahme deines Rads nicht garantieren, wenn die Züge stark ausgelastet sind. Bei der Planung deines Ausflugs solltest du deshalb ein paar Dinge beachten:

An einem Bahnsteig: junger Mann schiebt Fahrrad; im Hintergrund hält ein roter Doppelstockzug der DB Regio Nordost.

Stoßzeiten meiden: Morgens und am frühen Abend sind nicht die besten Zeiten, um ein Fahrrad mitzunehmen; besonders auf typischen Pendlerstrecken und vor/nach Wochenenden mit Brückentagen.

Kritische Linien meiden: In der Feriensaison und an Feiertagen solltest du auf die Mitnahme deines Fahrrads möglichst verzichten; vor allem auf diesen Linien: RE5 und RE3 zwischen Berlin und der Ostsee, zum Teil RE1 zwischen Hamburg und Rostock, RE2 zwischen Cottbus und Nauen sowie RE7 zwischen Dessau, Berlin und dem Spreewald.

Auslastung und Alternativen prüfen: Prüfe vor Fahrtantritt die Auslastung der Züge in der App DB Navigator. Denke über Alternativen zur Fahrradmitnahme nach, falls die Auslastung der Züge hoch ist. Auf bahn.de/fahrrad findest du zum Beispiel Fahrradverleiher an Bahnhöfen und Infos zu DB Call a Bike.

Dein Hund reist mit?

Bei der Hundemitnahme gibt es einige Regeln zu beachten, damit sich alle Fahrgäste wohl fühlen und die Sicherheit im Zug gewährleistet ist. Nimm deinen Hund bitte entweder in einem geeigneten Transportbehältnis mit oder lasse ihn direkt vor, unter oder neben deinem Sitzplatz sitzen oder liegen. Außerdem gilt:

Ein Zwergpudel sitzt in einer Tasche auf einem blauen Sitz in einer Regionalbahn.

Kleinere Hunde und andere kleine Haustiere bis zur Größe einer Hauskatze fahren in einem geeigneten, sicher verschließbaren Transportbehältnis kostenfrei mit. Die Box, der Käfig oder die Tasche muss auf deinen Schoß oder unter den Sitz passen.           

Größere Hunde müssen angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Außerdem benötigst du für einen großen Hund in den Zügen des Regionalverkehrs eine eigene (ermäßigte) Fahrkarte. 

Ticketbuchung: Wähle deine Verbindung und gib bei der Ticketbuchung im Menüpunkt „Reisende, Fahrräder, Ermäßigungen“ als Reisendentyp „Hund“ an. Gut zu wissen: Beim Brandenburg-Berlin-Ticket zählt dein Hund als ein Mitreisender. Bist du mit dem Deutschlandticket im VBB-Gebiet unterwegs, fährt ein Hund kostenfrei mit. Auch Nutzer:innen von 24-Stunden-Karten Kleingruppe, Inhaber:innen von Gruppentagestickets für Schüler:innen sowie von Zeitkarten im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) können einen Hund unentgeltlich mitnehmen.

Blindenführhunde und sichtbar gekennzeichnete Assistenzhunde fahren immer kostenfrei und ohne Maulkorb mit. Das gleiche gilt für deinen Hund, wenn du einen Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen „B“ hast.

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Quelle: DB AG

1000 Dank für dein Verständnis.

Wir sind auch nicht glücklich darüber, dass manchmal nicht alles wie am Schnürchen läuft. Aber wir arbeiten mit Nachdruck daran, besser zu werden. Mit modernerer Technik, komfortableren Zügen und mehr Zugpersonal.

Auf dem Weg zu einer besseren Infrastruktur müssen wir leider auch durch einige Baustellen. Wo gerade gebaut wird und wo es aktuell zu Störungen kommt, kannst du hier nachschauen:

Vielen Dank, dass du uns gelegentliche Unregelmäßigkeiten nachsiehst.

Gemeinsam kommen wir weiter.

Miteinander geht vieles einfacher. Das gilt auch das gute Zusammenspiel mit unseren Partnern in den regionalen Verkehrsverbünden. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Verbindungen im ÖPNV optimal zu den Mobilitätswünschen unserer Fahrgäste passen.

Wir fahren für: